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Andokai - Sturmt?nzerin

III

?Aber mein Sch?tzchen, mach dir keine Sorgen, ich bin dir nicht b?se. Komm setzt dich hin, meine Kleine, und nimm einen Bissen, du bist sicher hungrig.? Iljoscha dr?ckte seine Tochter in den Stuhl, setzte sich neben sie und deutete Aljanka, etwas zu essen und trinken zu bringen.
Andokai war so erstaunt und verwirrt, dass sie noch immer kein Wort herausbrachte.
Vor wenigen Minuten hatte sie das elterliche Haus erreicht und war das Spalier hinauf und durch das Fenster im ersten Stock in ihr Zimmer geklettert. Doch als sie die Lampe entz?ndete, sa? pl?tzlich ihr Vater in dem Stuhl neben ihrem Bett und sah sie an.
Doch anstatt sie anzuschreien, zu beschimpfen oder zu bestrafen umarmte er sie freudestrahlend, nahm sie am Arm und f?hrte sie nach unten, wo ihre Mutter noch immer oder schon wieder in der K?che stand.
Ihr Vater war betrunken, das sah und roch sie, doch das alleine war keine Erkl?rung f?r seine gute Laune. Eigentlich h?tte er toben m?ssen, doch er strahlte nur.
?Es war zwar sehr unh?flich von dir, Ralnus und Jiftach einfach so stehen zu lassen, aber die beiden nahmen es dir nicht ?bel. Ich habe ihnen gesagt, dass du vor lauter Freude und Nervosit?t vollkommen au?er dir warst und vor lauter Scham ?ber deinen Zustand weggelaufen bist. Und nat?rlich konnte Jiftach seiner Braut deswegen nicht b?se sein.?
Ihr Vater strahlte sie weiterhin an und Andokai brauchte einen Moment bis sie verstand was er gerade gesagt hatte.
Dann drehte sich pl?tzlich alles um sie, im ersten Moment dachte sie, sie m?sste sich sofort ?bergeben, ihr Kopf schien zu platzen. Sie, Jiftachs Braut? Ihr Vater hatte die Hochzeit vereinbart? Mit Jiftach?
?Ist nicht eine gute Nachricht mein Sch?tzchen? Entschuldige dass ich dich damit so ?berfalle, du wei?t sicher gar nicht was du sagen sollst vor lauter Gl?ck, dass dein Vater eine so gute Partie f?r dich gemacht hat. Sein Vater ist der reichste Bauer in der ganzen Umgebung und es wird unser Ansehen steigern wie nie zuvor. Ich werde den Laden um einiges vergr??ern k?nnen, nein, m?ssen! Ist das nicht wundervoll dass du schon bald Jiftach heiraten wirst??
Andokai h?rte kaum was ihr Vater zu ihr sagte, sie f?hlte sich taub und gleichzeitig so schmerzerf?llt, sie klammerte sich haltsuchend an die Tischplatte bis die Kante sich tief in ihr Fleisch schnitt und der Schmerz ihren Blick wieder freigab. Sie suchte den Blick ihrer Mutter doch diese wich ihrem aus. Aljanka wusste was ihre Tochter von der Hochzeit hielt, doch Iljoscha hatte entschieden und es war das Beste f?r alle.
?Ist das nicht wundervoll Andokai?? Erwartungsvoll blickte ihr Vater sie an.
?Nein, ist es nicht.?
Das L?cheln erstarrte auf seinen Z?gen. ?Wie bitte? Was meinst du Schatz??
Sie sah ihm fest ins Gesicht und wiederholte. ?Nein, es ist nicht wundervoll. Ich werde Jiftach nicht heiraten Vater. Niemals.?
Ihr Vater bewegte sich so schnell dass sie im ersten Moment nicht wusste wie ihr geschah bevor ihr Kopf in grellem Schmerz explodierte und sie sich auf dem Boden wiederfand. ?ber ihr stand ihr Vater, das Gesicht vom Alkohol noch ger?tet, in der Hand erhoben das Holzbrett, auf dem eben noch ihr Fr?hst?ck gelegen hatte und mit dem er ihr ins Gesicht geschlagen hatte.
?Was hast du gesagt Balg? WAS? Sag es noch einmal!?
Sie blickte ihm immer noch fest in die Augen, mit einer Hand tastete sie nach dem d?nnen Blutfaden der von ihrer Stirn floss.
?Ich werde ihn nicht heiraten Vater. Niemals.?
Wieder schlug die Hand mit dem Brett auf sie nieder, diesmal auf den Hinterkopf. Sie widerstand dem Reflex die Augen zu schlie?en und den Kopf mit ihrem Arm zu sch?tzen und blickte ihm weiter in die Augen.
?Und ob du wirst! Du wirst ihn heiraten, und du wirst l?cheln dabei und dich bei mir bedanken!?
?Niemals Vater! Ich werde ihn nicht heiraten! Lieber sterbe ich!?
Wieder sauste die Hand auf sie herab, diesmal hob sie den linken Arm vors Gesicht um sich zu sch?tzen und ihr K?rper explodierte in Schmerz als das Brett auf ihren Unterarm prallte und ein lautes Krachen ert?nte.
?Das kannst du haben, D?monenbalg, das kannst du haben! Sie haben alle immer gesagt es ist ein gutes Omen, es ist ein Wunder, aber ich hab ihn immer gesehen, den D?mon der aus dir hervorlinst und uns alle nach und nach vergiftet. Jetzt zeigst du also dein wahres Gesicht D?monenhure! Ich frage dich noch einmal: Wirst du tun was ich sage??
Andokai schien es als w?re bei den Worten ihres Vaters jedes Quentchen Kraft aus ihr gewichen, das einzige Gef?hl das noch in ihr war, war der pulsierende Schmerz der von ihrem Arm durch ihren K?rper str?mte.
Schon fr?her einmal hatte jemand diese schrecklichen Dinge zu ihr gesagt, hatte behauptet sie sei das Kind eines D?mons, nur dadurch h?tte sie den Sturm bes?nftigen k?nnen, denn sie selber h?tte ihn ?ber das Dorf gebracht. Es war eine alte Frau gewesen, die, als Andokai acht Jahre alt wurde gerade im sterben lag. Sie warf dem kleinen M?dchen diese schlimmen Dinge an den Kopf, doch niemand hatte dem Geschw?tz der Alten zum Gl?ck gr??ere Beachtung geschenkt, da sie ihr ganzes Leben lang hinter allem und ?berall D?monen zu sehen geglaubt hatte.
Doch jetzt ihr eigener Vater, ihre eigenen Eltern? Das war zu viel f?r sie, sie wollte dass das alles endlich ein Ende hatte.
Ihr Vater war es der ihr nun vorkam wie einer der D?monen aus Arundels Geschichten. Sein Gesicht war feuerrot vor Zorn und vom Alkohol, seine Augen verquollen und blutunterlaufen blitzen sie zornig an und mit erhobenen Armen stand er ?ber ihr, bereit wieder zu zu schlagen.
?Niemals?? fl?sterte sie und schloss die Augen in Erwartung eines finalen Schlages der all ihre Probleme f?r immer l?sen w?rde.
Iljoscha br?llte auf und setzte zu einem letzten Schlag an, der in seiner Wucht den zarten Kopf seiner Tochter in Tr?mmer zerschmettern musste, da fiel ihm seine Frau in den Arm.
?Iljoscha, ich bitte dich! Sie ist unser Kind! Und wenn sie tot ist wird sie Jiftach erst recht nicht heiraten k?nnen!?
Iljoscha wirbelte in der Bewegung herum und schlug seiner Frau vor die Brust dass sie quer durch den Raum taumelte, strauchelte und zu Boden st?rzte.
?Was f?llt dir ein Weib mich anzugreifen? Du auch noch Weib, du auch noch???
Doch die Ablenkung von Andokai schien ihn wieder etwas mehr zur Besinnung zu bringen, er lie? das Brett sinken und stellte es auf den Tisch zur?ck.
?Aber du hast recht Weib, tot bringt sie nur noch mehr ?rger als Lebendig.? Er trat noch einmal nach der am Boden kauernden Andokai, die nur noch mit einem Wimmern reagierte, dann packte er sie am Arm und riss sie hoch.
Der Schmerz, als er sie an ihrem gebrochenen Arm hochzog lie? sie gellend aufschreien, dann sank sie bewusstlos ?ber der Schulter ihres Vaters zusammen.
29.7.05 20:00
 



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